Freigegebene Vorträge der letzten Jahrestagung / Protokolle der Mitgliederversammlungen/ Nachschau Newsletter

In der Mediathek und im Mitgliederbereich stellen wir regelmäßig die freigegebenen Vorträge der letzten Jahrestagung, Fach-Videos, Protokolle der letzten Mitgliederversammlungen und die Newsletter des laufenden Jahres für unsere Mitglieder bereit. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern ab diesem Jahr erstmalig kostenfreie Virtuelle Kurse aus den verschiedenen Bereichen (Intervention/Gefäßchirurgie/Nephrologie/Pflege/Patient) an. Nutzen Sie die Vorteile als Mitglied in vollem Umfang von unseren bereitgestellten Informationen zu profitieren. Darüber hinaus haben Sie als Mitglied der IAD die Möglichkeit unsere jährliche Jahrestagung in Weimar zu rabattierten Teilnahmegebühren zu besuchen. Werden Sie jetzt Mitglied der IAD, der Mitgliedsantrag steht hier zum Download bereit.

Shuntchirurgie quo vadis? Auswirkungen der Krankenhausreform und Ambulantisierung

Statement der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Dialysezugang (IAD)

In diesem Beitrag

– Krankenhausstrukturreform
– Ambulantisierung
– Abrechnungssystem
– Kostenerlössituation der ambulanten Shuntchirurgie
– Erlöse
– Kosten
– Diskussion

Zusammenfassung

Aktuell werden durch die Krankenhausstrukturreform und den Katalog der ambulanten Operationen grundlegende Änderungen der Leistungserbringung und Vergütung vorgenommen. Dadurch wird die Zukunft der Shuntchirurgie
erheblich beeinflusst. Die verpflichtende Ambulantisierung und die fehlende Berücksichtigung der Shuntchirurgie zu spezialisierten Leistungsgruppen mit definierten Qualitätskriterien werden weder dem komplexen Patientengut noch
der hoch spezialisierten Chirurgie gerecht. Derzeit wird die Ambulantisierung der Shuntchirurgie von der Politik und von den Kostenträgern gefordert. Die aktuelle Vergütung ist aber weder im Vertragsarztsektor noch im Krankenhaus kostendeckend.
Auswertungen des Deutschen Shuntregisters, Kostenanalysen und Umfrageergebnisse einer interdisziplinären, intersektoralen Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Dialysezugang (IAD) beschreiben die derzeitige
shuntchirurgische Realität. Die ambulante Shuntchirurgie kann unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich erbracht werden. Dies gefährdet die Existenz shuntchirurgischer Einrichtungen und die Versorgung der Hämodialysepatienten,
deren Leben von einem funktionierenden Gefäßzugang abhängt. Die vorliegenden Fakten können helfen, notwendige künftige Verhandlungen zwischen Gesetzgeber, Kostenträger und Leistungserbringer konsensuell zu gestalten, um im Sinne unserer
Patienten auch künftig den Fortbestand qualitätsbasierter Shuntchirurgie zu sichern.

Den vollständigen Artikel können Sie via QR Code aufrufen oder dem Link folgen.

14. Jahrestagung der IAD 27. - 28.11.2026


Patientenworkshop: Nierenersatztherapie, Dialyse- Zugänge und Vieles mehr


Nachruf Dr. Klaus Konner

Mit großer Traurigkeit hat die IAD zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser Gründungsmitglied Dr. Klaus Konner von uns gegangen ist.

Dr. Klaus Konner war Nephrologe und ein herausragender Shuntoperateur. Er operierte in Köln-Merheim Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland und zählte zu seiner Zeit zweifellos zu den führenden Shuntchirurgen Deutschlands. Seine publizierten, außergewöhnlich guten Ergebnisse mit Gracz-Fisteln bei Diabetikern öffneten ihm die Türen auf die internationale Bühne. Fortan wurde er immer wieder in die USA eingeladen und war als deutscher Vertreter an vielen international bedeutenden Projekten wie den KDOQI-Leitlinien und dem DOPPS-Register beteiligt. Die internationale Anerkennung seiner großartigen Verdienste spiegelt sich in vielen Auszeichnungen wie beispielsweise dem Lifetime Achievement Award 2025 der ASDIN wider.

Wir schätzten an ihm aber ganz besonders seine bescheidene, stets freundliche und humorvolle Art, sein Engagement für die interdisziplinäre Zusammenarbeit, seine Nähe zur Dialysefachpflege und seine Liebe zum Ultraschall. Für viele von uns war er ein Vorbild und Mentor.

Bis ins hohe Alter nahm er eine Vielzahl von Vortragseinladungen an und gab damit insbesondere dem jüngeren Publikum die Möglichkeit in die Geschichte des Dialysezugangs zurückzuschauen. Die vielen Bekanntschaften, die er über all die aktiven Jahre geknüpft hat, verhalfen ihm dabei nicht nur fachliche Revolutionen zu lehren, sondern auch kleine Anekdoten zu den einzelnen Akteuren zu berichten. Zum Beispiel die korrekte Prononcierung von Stanley Shaldon kommt da in den Sinn. Er scheute weder Weg noch Mühe, um unzählige Veröffentlichungen und Bildmaterialien zu sammeln, wovon wir als Publikum immer profitierten. Seine Vorträge endeten stets mit musikalischen Hinweisen und der Zeichnung des Nephrologen als Dirigent im Orchester der an der Dialyseshunt-Versorgung Beteiligten. Auch Chirurgen konnten dies bei der Freundlichkeit und Expertise, die Dr. Klaus Konner auszeichneten, meist schmunzelnd würdigen.

Unsere tiefe Anteilnahme verbunden mit unseren Erinnerungen an Dr. Klaus Konner gilt seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Klaus, wir vermissen Dich.

 

Markus Hollenbeck
Isabell Jester
Stefanie Neuhäuser
Kathleen Rickert
Michael Burbelko
Torsten Meyer
für die Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft für Dialysezugang e.V.

 

 

 

Dialyse in Goethes Gartenhaus

Hr. Dr. Bohn dialysiert mit einer NX Stage Maschine im Goethe Haus partnerlos.
Wie die Behandlung, Vor- und Nachbereitung abläuft und wie sein behandelnder Nephrologe, Dr. Haufe aus Erfurt, ihn dabei begleitet erfahren Sie in einem Videobeitrag.

Dialyse in Goethes Gartenhaus - Rohschnitt - YouTube

Image Flyer der IAD